Die Geschichte des Fürstenhauses zu Schaumburg-Lippe nach Wikipedia Online Enzyklopädie: Von 1647 bis zum heutigen Fürsten der königlichen Linie Seine Hoheit Fürst Waldemar

Die Geschichte des Fürstenhauses zu Schaumburg-Lippe nach Wikipedia Online Enzyklopädie: Von 1647 bis zum heutigen Fürsten der königlichen Linie Seine Hoheit Fürst Waldemar

Wikipedia ergänzt: Schaumburg-Lippe entstand 1647 durch die Aufteilung der Grafschaft Schaumburg unter dem Haus Braunschweig-Lüneburg, den Landgrafen von Hessen-Kassel und den Grafen zur Lippe. Graf Otto V. zu Holstein-Schaumburg hatte während des Dreißigjährigen Krieges 1640 auf Einladung des schwedischen Feldmarschalls Johann Banér an einer Versammlung der Kriegsparteien in Hildesheim teilgenommen. Am 15. November 1640 verstarb mit dem jungen und noch kinderlosen Grafen der letzte männliche Vertreter seines Geschlechts. Sein Erbe wurde in den Folgejahren aufgeteilt. In mehreren Verträgen wurde die Teilung 1647 festgelegt und im Oktober 1648 im Westfälischen Friedensvertrag bestätigt. Als Ergebnis dieser Teilung gab es ab 1647 eine mit Hessen-Kassel durch Personalunion verbundene Grafschaft Schaumburg (hessischen Anteils und die Grafschaft Schaumburg, lippischen Anteils, in der eine Nebenlinie des lippischen Grafenhauses regierte. Dieser Teil wurde später meist als Schaumburg-Lippe bezeichnet. .. Zunächst wurden wichtige Einrichtungen gemeinsam mit dem hessischen Teil, der Grafschaft Schaumburg, weiter genutzt, wie (nur kurzfristig die Landstände, vor allem aber der ertragreiche Bergbau (Samtbergbau der Bückeberge. Da zudem die Landgrafen von Hessen-Kassel weiterhin Lehnsherren der Bückeburger blieben, war die territoriale Unabhängigkeit immer gefährdet. Als Folge dieser Gefährdung entwickelte Graf Wilhelm (reg. 1748-1777 seine spezifische Form der Landesverteidigung mit einem zwar in absoluten Zahlen kleinen, für das Land aber großem stehenden Heer von bis zu 1000 Mann. Außerdem baute er den Wilhelmstein und das Wilhelmsteiner Feld. Zuvor hatte sein Großvater Graf Friedrich Christian durch eine eigenwillige Politik die Existenz der Grafschaft in Frage gestellt.
Wilhelm hinterließ zwar eine Armee, aber auch viele Schulden, die seinen Nachfolger Philipp Ernst in eine tiefe innenpolitische Krise stürzten. Nach dessen Tod erhob Hessen-Kassel Erbansprüche und besetzte 1787 im Bückeburger Streit das Land, konnte aber durch kurz hannoversches und preußisches Eingreifen zum Rückzug gezwungen werden. Anschließend wurde für den noch jungen Erbgrafen Georg Wilhelm ein Vormund eingesetzt, der zusammen mit der Mutter Juliane die Regentschaft ausübte.
Nachdem Graf Georg Wilhelm (1784–1860 1807 die Regierung übernommen hatte wurde er am 18. April 1807 durch Beitritt zum Rheinbund zum Fürsten erhöht. 1815 trat das Fürstentum dem Deutschen Bund bei und wurde nach 1871 ein Bundesstaat des Deutschen Reiches. Georg Wilhelm, der zunächst noch innenpolitische Reformen unterstützt hatte (Einführung einer modernen Grundsteuer 1812, Landstände mit einer Vertretung der Bauern 1815, musste im Wiener Kongress feststellen, dass das Land keine Gebietserweiterung erwarten konnte und mit einer Mediatisierung zu rechnen sei. Deshalb wurden in den folgenden Jahren mehrere große Güter in Südosteuropa aufgekauft, um eine dauerhafte Absicherung der Familie zu gewährleisten.
1842 wurde die königliche Linie des Fürstenhauses begründet: Die so genannte Nachoder Linie benannt nach dem Schloss und Gütern Nachod – einem heute tschechischen Milliardenbesitz. Chef des Nachoder Hauses dass durch hervorragende Heiratspolitik nicht nur königlich Dänisch ist, sondern dem das Prädikat Hoheit zusteht und die Mitgliedschaft in der Britischen Thronfolge, ist Seine Hoheit Fürst Waldemar zu Schaumburg-Lippe-Nachod.
Die beiden Linien sind offenbar im Streit, weil nur die königliche Linie Nachod vom Dänischen Königshaus mehrfach abstammt und das höhere Prädikat „Hoheit“ anstatt nur Hochfürstliche Durchlaucht führt. Auch ist die königliche Linie Mitglied der Britischen Thronfolge.

Nach dem Ersten Weltkrieg
Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Schaumburg-Lippe ein Freistaat innerhalb der Weimarer Republik. Verwaltungsmäßig bestand das Land Schaumburg-Lippe aus den Landkreisen Bückeburg und Stadthagen, denen 1934 die kreisfreien Städte Bückeburg und Stadthagen eingegliedert wurden.
Seit dem Zweiten Weltkrieg
Mit der Verordnung Nr. 46 der britischen Militärregierung vom 23. August 1946, „betreffend die Auflösung der Provinzen des ehemaligen Landes Preußen in der Britischen Zone und ihre Neubildung als selbständige Länder“, erhielt das Land Hannover seine rechtlichen Grundlagen.
Am 23. November 1946 genehmigte die britische Militärregierung die Vereinigung der Länder Braunschweig (mit Ausnahme des östlichen Teils des Landkreises Blankenburg sowie der Exklave Calvörde des Landkreises Helmstedt, die an die sowjetische Besatzungszone fielen und in das Land Sachsen-Anhalt integriert wurden, Hannover (mit Ausnahme des Amtes Neuhaus, das an die sowjetische Besatzungszone fiel und erst 1993 Niedersachsen wieder angegliedert wurde, sowie ebenfalls mit Ausnahme von Frille, das NRW angeschlossen wurde, Oldenburg und Schaumburg-Lippe zum neuen Land Niedersachsen. 1946 wurden die beiden Landkreise zum Landkreis Schaumburg-Lippe mit der Kreisstadt Stadthagen vereinigt. Ein Volksentscheid vom 19. Januar 1975 zur Wiederherstellung des ehemaligen Landes (nach Artikel 29 GG wurde trotz positiven Ausgangs vom Bundesgesetzgeber zurückgewiesen.
Bei der Neuorganisation der Kreise in Niedersachsen wurde der Landkreis am 1. August 1977 mit dem Landkreis Grafschaft Schaumburg (Kreisstadt Rinteln – der seit 1647 zu Hessen-Kassel, ab 1866 zur preußischen Provinz Hessen-Nassau und erst ab 1932 zur Provinz Hannover gehört hatte – zum neuen Landkreis Schaumburg (Kreisstadt Stadthagen vereinigt. Die Stadt Hessisch Oldendorf kam zum Landkreis Hameln-Pyrmont. Damit sind heute viele der Gebiete, die bis etwa 1647 schaumburgisch waren, wieder unter einheitlicher Verwaltung (aber nicht mehr Steinhude, Großenheidorn sowie die schon nach 1640 an das Fürstentum Calenberg gegangenen schaumburgischen Ämter Lauenau und Bokeloh, auch nicht mehr Hessisch Oldendorf.
Das Fürstenhaus 2011
Gegenwärtiger Chef der Nachoder Linie – auch genannt königliche Linie zu Schaumburg-Lippe-Nachod – ist Seine Hoheit Fürst Waldemar zu Schaumburg-Lippe-Nachod. Der Fürst der königlichen Linie residiert mit seiner Familie im deutschen Altenburg in Thüringen. Er ist mit der Chefin des Industriellenhauses jüdischer Abstammung Dr. Gertraud-Antonia Wagner-Schöppl verheiratet und hat einen Sohn Seine Hoheit Erbprinz Mario-Max zu Schaumburg-Lippe-Nachod, promovierter Akademiker und eine Tochter, Ihre Hoheit Prinzessin Eleonore-Christine zu Schaumburg-Lippe. Weiteres bedeutendes Mitglied der Familie ist der Schweizer Grossunternehmer und Charity-Prinz Seine Hoheit Prinz Alexander-Andreas zu Schaumburg-Lippe-Nachod.

Alles über das Fürstenhaus zu Schaumburg-Lippe-Nachod auf:
http://www.schaumburg-lippe-nachod.com

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